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Besinnliche Gedichte zur Osterzeit - Autoren der Gegenwart

Neuzeitliche, besinnliche und christliche Ostergedichte

Ostermotiv 3 dunkle Kreuze im Lichtschein
Foto: geralt / pixabay.com

Mitwirkende Autoren

Ingrid Herta Drewing, Michael Grömping, Birgit Klingebeil, Jürgen Wagner

 

Neuzeitliche besinnliche Ostergedichte von A - Z

in ein morgen
von Michael Grömping

ins mehr
von Michael Grömping

Karfreitag
von Jürgen Wagner

Karfreitagssegen
von Angelika Zädow

 

Ostermontag
von Ingrid Herta Drewing

Ostern
von Jürgen Wagner

Ostern 2023
von Angelika Zädow

Ostern ist wie
von Angelika Zädow

Ostersonntag
von Ingrid Herta Drewing

Osterwunder
von Birgit Klingebeil

 

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Mein Dank gilt allen Autoren, die mir die Erlaubnis erteilt haben

ihre vielfältigen Ostergedichte auf dieser Seite zu veröffentlichen.

Anita Menger


Michael Grömping
ins mehr

ich kann nicht mehr glauben
ich kann nicht mehr
glauben ich kann nicht mehr
mehr kann ich glauben

ich kann glauben an das leben
ich kann glauben an
dass leben mehr sein kann
nach dem tod ein weiterleben

ich kann nicht mehr glauben
ich kann nicht mehr
glauben dem stumpfsinn mehr
mehr an sinn kann ich glauben

ich kann glauben an ein auferstehen
ich kann glauben an
dass ich zum leben auferstehen kann
kann im jetzt lebendig auferstehen

Angelika Zädow
Ostern ist wie

Ostern ist
wie Frühjahrsputz der Seele

Wisch ab
den Staub aus ewig Altem,
fadem immerso und
langweiligem Erwartungsbedienen

Stell Blumen in die Vase,
mach was Verrücktes,
stell deine Welt auf den Kopf

Gib deiner Neugier Raum
Lass die Fantasie spielen
Mal dein Leben
wie es sein wird

Komm
steh
auf
!

Ingrid Herta Drewing
Ostermontag

Ein Tag so frühlingsmild, die Bäume blühen,
verströmen ihren lieblich feinen Duft
und eifern mit des Himmels Blau, das Glühen
der Sonne golden wärmt die klare Luft.

Da wähn‘ ich mich im Mai, nicht im April,
kann leicht gekleidet nun im Park spazieren,
der hell ergrünend mir gefallen will,
beglückend auch der Vögel Jubilieren.

Es schenkt Natur zum Fest ein Auferstehen,
erneuert’s Leben meiner kleinen Welt.
Da mag ich ahnen, hoffen und verstehen,
dass Freude, Liebe alles hier erhält.

Und stimme froh ins „Resurrexit“ ein,
in Christi Obhut sei mein menschlich Sein!

Jürgen Wagner
Ostern

Lange geschlafen, lange geruht
Ich will heut’ was machen, ich fass’ wieder Mut
Um mich Erwachen, was für ein Grün!
Ich kann wieder lachen, die Erd’ wieder blüh’n

Lange gelitten, lange entbehrt
Ich möcht’ wieder leben, möcht’ sein unbeschwert
Um mich die Sonne, das goldene Licht
So seh’ ich die Wonne und spür’ was ausbricht

Lange alleine, lange für mich
Ich finde das reicht, denn ich suche dich
Um mich das Sprießen, der zarte Beginn
So bin ich berührt, so ahn’ ich den Sinn

‚Auferstehung’: das sollten wir feiern! -
Meine Glieder sind immer noch bleiern –
Nach all den Toden, die ich erfuhr’ -
Nun ist sie zurück, die Lebensspur!

Jürgen Wagner
Karfreitag

In dieser schönen Jahreszeit
wird uns der Leidenskelch gereicht
Das Eine ist nur mit dem And‘ren
und kann sich augenblicklich wandeln

Eine Tasse Sonnenschein,
eine Träne, die ich wein
'Oh Haupt voll Blut und Wunden'
und das, was mir mag munden

Ein Busch Forsythien aufgeblüht
Ein Feld, das man sich abgemüht
Ein frisches Brot, ein kühler Wein
Ich darf heut einfach dankbar sein

Angelika Zädow
Ostern 2023

Ostern:
Ort der Rebellion gegen Gewalt und Tod
Ort der Befreiung aus Enge und Zwängen

Ostern:
Garten der Sehnsucht nach Liebe und Frieden
Garten der Vielfalt aus kunterbunter Natur und mannigfaltigem Sein

Ostern:
Fest der Leidenschaft für Zuversicht und Leben
Fest der Auferstehung für Güte und Respekt


Kirche im Grünen - Ostermotiv
Foto: fietzfotos / pixabay.com

Birgit Klingebeil
Osterwunder

Der Stein ist weg, das Grab ist leer,
die dunkle Nacht ist nun nicht mehr.
Was tot geglaubt, ist neu erwacht
und ward ins Leben zurückgebracht.

Nicht Eierglanz und die bunte Pracht
sind's, die uns den Ostertag gemacht.
Aus Dunkelheit wird ein helles Licht,
die Hoffnung sich den Weg nun bricht.

~~~~~

So siegt das Leben, der Tod ist fern,
gesegnet sei das Fest vom Herrn.

Michael Grömping
in ein morgen

am fenster früh am morgen
lausch ich in stille und gesang
weiß mich in liebe tief geborgen
verlockt vom hoffnungsklang

alles leben drängt´s ins blaue
bäume wachsen vögel fliegen
in den himmel hoch - vertraue
vom morgen lass dich wiegen

öffne dein fenster weit und breit
für ein helles morgen grenzenlos
brich auf aus des grabes altem leid
in herrliche unendlichkeit - los!

Ingrid Herta Drewing
Ostersonntag

Die Luft ist kalt, doch helles Sonnenlicht
grüßt strahlend uns an diesem Sonntagmorgen.
Dem Resurrexit Himmels Blau entspricht,
und Osterfreude zeigt sich unverborgen.

Der Krokus blüht,die Sterne der Narzissen
vergolden leuchtend hier das Hoffnungsfest.
Der Glaube lebt, bereichert auch dein Wissen,
das dich im Fragen so oft zweifeln lässt.

Es ist ein Lied des Mutes, diese Liebe,
die uns gegeben wird in Christi Wort,
der vorgelebt,gezeigt, dass alles Trübe

und Böse schwindet vor dem wahren Hort,
den Gott in seiner Güte uns verlieh:
Des Lebens schöne Liebesmelodie.

Angelika Zädow
Karfreitagssegen

Gottes Segen für dich:
wenn alle Hoffnung begraben ist
und du nur Vergeblichkeit fühlst

Gottes Segen für dich:
wenn Trost in weite Ferne rückt
und Einsamkeit deine Seele wund reibt

Gottes Segen für dich:
wenn das Licht schwindet
und es dunkel wird in dir

Gottes Segen für dich:
wenn die Sorge nach dir greift
und dein Herz flattert wie ein Blatt im Wind

Wenn Zweifel dann fragen
„Wo ist nun dein Gott?“
Dann mögen Erinnerungen in dir erwachen.

An sein Versprechen: „Ich bin da. Immer.
In der Tiefe deiner Sehnsucht. Ich bin da.
In der Mitte deiner Ängste. Ich bin da.
In den Nächten voll Kummer. Ich bin da.
Immer.“