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Gedichte zur Osterzeit - Autoren der Gegenwart

Neuzeitliche Ostergedichte für Jung und Alt

Smiley-Ei in Frühlingswiese
Foto: geralt/pixabay.com

Lass
den Geist
des Frühlings einziehen
und öffne dein Herz
Osterzeit

©Sieghild Krieter


Mein Dank gilt allen Autoren, die mir die Erlaubnis erteilt haben

ihre vielfältigen Ostergedichte auf dieser Seite zu veröffentlichen.

Anita Menger


Mitwirkende Autoren

Elke Bräunling, Josef Festing, Michael Grömping, Birgit Klingebeil, Sieghild Krieter, Kerstin Mayer, Meteor,

Christina Telker, Jürgen Wagner

 

 

Neuzeitliche Ostergedichte von A - Z

Birkengrün und ...
von Christina Telker

Das rote Ding auf der Wiese
von Elke Bräunling

Der Osterhas
von Christina Telker

Farfalla
von Meteor

Frühlingsankunft
von Christina Telker

 

Hoppelpost
von Birgit Klingebeil

in ein morgen
von Michael Grömping

Karfreitag
von Jürgen Wagner

Keinohrosterhasen
von Meteor

n - ei - n
von Michael Grömping

Oster-Elfchen
von Sieghild Krieter

Ostern
von Kerstin Mayer

Ostern
von Jürgen Wagner

Osterwunder
von Birgit Klingebeil

Osterzeit
von Kerstin Mayer

Schwer bekömmlich
von Josef Festing

Viele Eier nur für dich
von Elke Bräunling

Bitte beachten: Das Copyright der Texte

liegt bei den jeweiligen Autoren!

Informationen zu den mitwirkenden Autoren und entsprechende

Verlinkungen sind in der Rubrik "Mitwirkende Autoren - Vorstellung" zu finden!


Elke Bräunling
Viele Eier nur für dich

Einen Korb voller Eier hab ich bekommen.
Sie wurden fürs Osterfest gebracht.
Ich habe nun bunte Farbe genommen
und beim Bemalen an dich gedacht.

Auf das erste Ei, da male ich
dir einen roten Mund.
Der lacht alleine nur für dich
ganz fröhlich, lieb und rund.

Auf dem zweiten Ei, da findest du
den schönsten Blumenstrauß.
Bunt blühen Osterblumen da
für dich im ganzen Haus.

Auf dem dritten Ei zeig ich dir dann,
wie gerne ich dich mag.
Ein Herz, ich mal es rosa an,
sagt dir dies jeden Tag.

Auf dem vierten Ei, da lacht dich an
ein Lachgesicht, so lieb.
Es zeigt, wie ich doch froh sein kann,
dass es dich für mich gibt.

Auf dem fünften Ei winkt eine Hand
dir zu ein ‚Danke sehr!’,
weil du mir hilfst so allerhand
an jedem Tag und mehr.

Noch viele Eier liegen da
im Korb und auf dem Tisch.
Ich male alle, ist ja klar,
als mein Geschenk für dich.

Elke Bräunling
Das rote Ding auf der Wiese

Mitten auf der Wiese
liegt ein Ding, das rosarot
leuchtet wie ein leckres
Himbeermarmeladenbrot.

Alle Blümchen staunen
und sie fragen: „Was ist das?
Ist es eine Blume,
eine Beere oder was?“

„Nein“, sagt da ein Mäuschen.
„Seht, es ist ein kleines Tier
mit einem roten Kopfe
und auch niedlich so wie wir.“

„Hoho!“, lacht da der Hase.
„Dieses Ding ist nur ein Ei.
Ich habe es verloren
bei der wilden Hoppelei.

In jeden Garten leg ich
bunte Eier in ein Nest
für große, kleine Kinder,
denn sie feiern heut ein Fest.“

„Feiern, das macht Freude!“,
ruft das Mäuschen und es lacht,
und schon freun sich alle,
weil das Freuen Freude macht.

Meteor
Farfalla

Schmetterling Farfalla fängt
Sonnenstrahlen des Frühlings ein,
wobei sie an nichts anderes denkt:
"Schöner Regenbogen sei mein."

Über bunte Neulenzblüten
ihr Flügeltanz für Flora+Fauna,
in farbenfrohen Flatterzügen
fliegt Farfalla der Sonne nah.

Kunterbunt fürs Osterfest
ihr Feenstaub verziert das Leben.
Augen sie nur so staunen lässt:
"Flieg, Farfalla, flieg!
Lass deine Farben regnen!!

Meteor
Keinohrosterhasen

An Ostern hatte es Tradition,
die Eier selber bunt zu färben.
Zudem kam es zur Fressaktion,
sich von Hasen zu ernähren.

Falsche Hasen sind gemeint,
aus Schokolade nachgebildet,
in Alufolie alle gleich geeint,
allesamt freudig lieb verhüllet.

Die langen Löffel ausgepackt,
zwei Bisse daran hinterlassen,
beide Schokoohren geknackt,
et voilà: Keinohrosterhasen!

Osterhase mit bunten Eiern
Foto: pixabay.com

Birgit Klingebeil
Hoppelpost

Ein
kleiner Hase
mit Knick im Ohr
linst freundlich aus dem
Busch hervor. Er hoppelt
schnell, mal hier, mal dort,
und versteckt ein Ei an
jedem Ort. Doch
saust er flink,
wie er nur kann - davon,
schaust du ihn dabei an.

Osterhase auf Wiese mit bunten Eiern
Foto: pixabay.com

Christina Telker
Frühlingsankunft

Strahlend wie das Sonnenlicht,
das durch grauen Himmel bricht,
leuchten sie in unserm Garten
Osterglocken, aller Arten.

Tulpen und auch Tausendschön
sieht man überall erblühn.
Frühling legt nen Teppich aus,
saftges Grün vor unserm Haus.

Erste Blätter an den Zweigen,
woll´n uns Lenzens Ankunft zeigen.
Vöglein singen hell und klar
ja die Osterzeit ist da.

In den Büschen gut versteckt,
findest du manch buntes Nest.
Meister Lampe hat´s versteckt,
sicher hast du´s schon entdeckt.

 

Christina Telker
Der Osterhas

Der Osterhas sitzt still vergnügt
und lächelnd in der Sonne.
Die Eier, sie sind gut versteckt,
ihm lacht das Herz vor Wonne.

Am Waldrand sieht er voller Freud,
die ersten Kinder suchen.
Der Peter und der kleine Franz,
sie schleichen um die Buchen.

Das Häslein ist ganz aufgeregt,
wer wird das Erste finden?
Da hat´s die Bärbel schon entdeckt,
sie sah es bei den Linden.

Das Körbchen bis zum Rand gefüllt,
so rennen sie nach Hause.
Herr Lampe sucht sich seinen Bau
und gönnt sich eine Pause.

Michael Grömping
n - ei - n

als dem nein doch eines tags
kurzerhand das ei entschlüpft
muss nn im lauf des vortrags
gestehen es sei davongehüpft

wer also könnt es besser suchen
als der hase mit den ostereiern
schnuppernd bei zig hausbesuchen
fragt auch viel bei all den feiern

doch das ei lässt sich nicht finden
hat die flucht bewusst gewählt
möcht sich mit dem wort verbinden
das liebende so schön vermählt

schließlich dann am ostertage
kommt ein kind gar staunend an
ja - wer bist denn du? - die frage
für´s ei war´s wie ein lobgesang

Michael Grömping
in ein morgen

am fenster früh am morgen
lausch ich in stille und gesang
weiß mich in liebe tief geborgen
verlockt vom hoffnungsklang

alles leben drängt´s ins blaue
bäume wachsen vögel fliegen
in den himmel hoch - vertraue
vom morgen lass dich wiegen

öffne dein fenster weit und breit
für ein helles morgen grenzenlos
brich auf aus des grabes altem leid
in herrliche unendlichkeit - los!

Christina Telker
Birkengrün und Weidenkätzchen

Birkengrün und  Weidenkätzchen,
ja selbst die Forsythien blühn.
Bienen summen schon im Strauch,
alle Knospen brechen auf.

Dort in der Hecke sitzt ein Hase,
wackelt mit der kleinen Nase,
und denkt so in seinem Sinn,
s´ist nicht mehr lang bis Ostern hin.

Jetzt heißt es Eier bunt bemalen,
oh, wie glänzen dann die Schalen.
Ostern ist ein großes Fest,
das Hasen fleißig werden lässt.

Am Ostersonntag, oh wie fein,
geht es schon früh in Wald und Hain,
die bunten Eier zu verstecken.
Wie sie leuchten aus den Hecken!

Nach dem Frühstück geht´s hinaus,
in den Garten vor dem Haus.
Hasen schaun von weitem zu,
und dann gehen sie zur Ruh.

Josef Festing
Schwer bekömmlich

Über eine Wiese schlich
ein Fuchs mit leerem Magen.
Er fand ein Nest und freute sich,
weil Eier darin lagen.
Gierig er sogleich verschlang
das ganze Eigelege,
doch kurz darauf nach Luft er rang
und sein Verstand wurd' träge.
Dem armen Fuchs war gar nicht wohl,
ihn Schwindel überkam,
benebelt wie von Alkohol
'ne Stimme er vernahm.
Es stand vor ihm ein alter Has'
mit Kiepe und mit Moos,
im Frühling kurz vor Ostern war's,
das Tier war riesengroß.
Der Hase sprach in strengem Ton:
„Beim Naschen schau gut hin,
zu Ostern ist gefüllt, mein Sohn,
manch' Ei mit Schnaps und Gin!“

Jürgen Wagner
Ostern

Lange geschlafen, lange geruht
Ich will heut’ was machen, ich fass’ wieder Mut
Um mich Erwachen, was für ein Grün!
Ich kann wieder lachen, die Erd’ wieder blüh’n

Lange gelitten, lange entbehrt
Ich möcht’ wieder leben, möcht’ sein unbeschwert
Um mich die Sonne, das goldene Licht
So seh’ ich die Wonne und spür’ was ausbricht

Lange alleine, lange für mich
Ich finde das reicht, denn ich suche dich
Um mich das Sprießen, der zarte Beginn
So bin ich berührt, so ahn’ ich den Sinn

‚Auferstehung’: das sollten wir feiern! -
Meine Glieder sind immer noch bleiern –
Nach all den Toden, die ich erfuhr’ -
Nun ist sie zurück, die Lebensspur!

Jürgen Wagner
Karfreitag

In dieser schönen Jahreszeit
wird uns der Leidenskelch gereicht
Das Eine ist nur mit dem And‘ren
und kann sich augenblicklich wandeln

Eine Tasse Sonnenschein,
eine Träne, die ich wein
'Oh Haupt voll Blut und Wunden'
und das, was mir mag munden

Ein Busch Forsythien aufgeblüht
Ein Feld, das man sich abgemüht
Ein frisches Brot, ein kühler Wein
Ich darf heut einfach dankbar sein

Kerstin Mayer
Osterzeit

Ich geh allein am Ostertag,
durch Felder, Wald und Wiesen.
Der Himmel zeigt sein schönstes Blau,
man kann den Tag genießen.

Die Sonne scheint, die Luft ist mild,
die Vöglein lieblich singen.
Die Welt ist wieder farbenfroh,
mein Herz will fast zerspringen.

Ich setz mich kurz ins grüne Gras,
das Moos ist wie ein Kissen.
Ich schau mich um in der Natur,
seh Tulpen und Narzissen.

Ein Häschen hoppelt schnell vorbei,
will keine Zeit vergeuden.
Das ist bestimmt der Osterhas,
denk ich mir voller Freuden.

Ich geh noch still ein kleines Stück,
bis hin zu unserm Garten.
Ein Korb mit Eiern bunt und schön,
wird dort schon auf mich warten.

Das ist die allerschönste Zeit,
ich bin wie neugeboren.
Mit Ostern fängt der Frühling an,
der Winter hat verloren.

Kerstin Mayer
Ostern

Die Sonne scheint schon früh am Morgen,
die Kälte ist Vergangenheit.
Die Fröhlichkeit vertreibt die Sorgen,
das ist die bunte Osterzeit.

Es ist das Fest der Auferstehung,
man spürt, wie die Natur erwacht.
Und bei der ersten Flurbegehung,
sieht jeder, wie die Erde lacht.

So lang hat’s Frost und Eis gegeben,
der Frühling schlief ein ganzes Jahr.
Nun wacht er auf zu neuem Leben,
mit frischem Grün, so wunderbar.

Das Osterfest stellt stets die Weichen
für einen frohen Neubeginn.
Und bunte Eier sind das Zeichen,
dass jedes Leben ein Gewinn.

Birgit Klingebeil
Osterwunder

Der Stein ist weg, das Grab ist leer,
die dunkle Nacht ist nun nicht mehr.
Was tot geglaubt, ist neu erwacht
und ward ins Leben zurückgebracht.

Nicht Eierglanz und die bunte Pracht
sind's, die uns den Ostertag gemacht.
Aus Dunkelheit wird ein helles Licht,
die Hoffnung sich den Weg nun bricht.

~~~~~

So siegt das Leben, der Tod ist fern,
gesegnet sei das Fest vom Herrn.