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Mai-Gedichte neuzeitlicher Autoren

Neuzeitliche Gedichte zum Mai für Jung und Alt

Maikäfer auf Pfingstrosenknospe
Foto: CPKarhu / pixabay.com

Ich bedanke mich bei allen Autoren, die mir die Genehmigung erteilt haben

ihre lesenswerten Gedichte zur Maienzeit auf dieser Seite vorzustellen.

Neuzeitliche Gedichte zum Mai von A - Z

Blumenmonat Mai
von Elke Bräunling

Düfte im Mai
von Elke Bräunling

Mai
von Lisa Nicolis

Rhododendron
von Lisa Nicolis

 

 

 

Bitte beachten: Das Copyright der Texte

liegt bei den jeweiligen Autoren!


Lisa Nicolis
Mai

Goldne Sonnenscherben
streut der Wind
unter seufzende Bäume.

Fliederduftend
werfen Schatten
dunkle Rätsel
über den Weg.

Und die Kirschen
blühen sich weiß
in ihr rötliches Rund
hinein.

Lisa Nicolis
Rhododendron

Blütensträucher,
Blütenaugen,
Traumalleen,
Zauberpracht.
Himmlisch
blütenmeerverschwommen
hat der Mai
mich angelacht.

Elke Bräunling
Düfte im Mai

Schnupper mal! Die Maienluft
schenkt uns einen besondren Duft
nach Frühlingswind und Blütenstaub,
nach Mairegen und nassem Laub,
nach Flieder, Maiglöckchen und bald
blühn auch Maronen süß im Wald,
und hier und da, es ist nicht neu,
gibt es im Mai schon frisches Heu
und das riecht lockend würzig schwer
nach Ferienträumen und noch mehr
mit Blumenwiesen, Sonnenlicht,
auch Würstchengrillduft fehlt hier nicht.
So viel zu schnuppern, was man liebt,
zeigt, dass der Mai echt alles gibt.

Elke Bräunling
Blumenmonat Mai

Im Mai geh auf die Wiesen ‚raus
und pflücke einen Blumenstrauß
mit Butterblumen, rotem Klee
und Kerbelblüten, weiß wie Schnee,
mit Glockenblumen, Akelei,
auch Margeriten sind dabei
und Schaumkraut, Günsel und noch mehr
im bunten Wiesenblütenmeer.
Sie alle kannst du dort nun sehn.
Der Blumenmonat Mai ist schön.

Lisa Nicolis
Baustelle

aus dem Fenster schau ich
nicht mehr die Schriftgröße
auch wieder zu klein die
Platten liegen mir im
Magen der Hof braucht
sie nicht und der Nachbar
hängt die Hundematte
auf das Schutzgitter wenn
ich am Fenster stehen sollte
fallen meine Blicke eh in Würfeln
zerlegt über die Stäbe ins Nichts
der Mai aber zieht hundertfach
buntes Beikraut aus dem Schutt