Frühling-Feste.de
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Frühlingsgedichte neuzeitlicher Autoren

Neuzeitliche Gedichte zur Frühlingszeit für Jung und Alt

Katze im Garten mit Frühlingsblumen
Foto: pixabay.com

Frühlingsidylle

ein bestrickender Zauber

von blühender Pracht

© Birgit Klingebeil


Mein Dank gilt allen Autoren, die mir die Erlaubnis erteilt haben

ihre ansprechenden Frühlingsgedichte auf dieser Seite zu veröffentlichen.

Anita Menger


Mitwirkende Autoren

Elke Bräunling, Klaus Enser-Schlag, Josef Festing, Petra Friedel, Michael Grömping, Helga Grote, Ingeborg Henrichs,

Birgit Klingebeil, Sieghild Krieter, Mara Krovecs, Kerstin Mayer, Meteor, Lisa Nicolis, Ewald Patz, Carmen Siebke,

Jürgen Wagner, Chandrika Wolkenstein, Yvonne Zoll

Neuzeitliche Frühlingsgedichte von A - Z

Am Fenster
von Petra Friedel

Am Weiher gibt es ein Konzert
von Jürgen Wagner

An einem kleinen Bache
von Mara Krovecs

An hellen Tagen
von Jürgen Wagner

April
von Ewald Patz

Blühende Pracht
von Birgit Klingebeil

Das offene Fenster
von Chandrika Wolkenstein

Das späte Gedicht z. Frühling
von Lisa Nicolis

Der bleibende Lenz
von Helga Grote

Der Frühling feiert Hochzeit
von Ewald Patz

Der Tag hat noch Schlaf ...
von Mara Krovecs

Die 10001. Frühlingsode
Von Yvonne Zoll

Die grimmigen Tage sind ...
von Helga Grote

Ein Frühlingsabend
von Klaus Enser-Schlag

Ein Hauch von Frühling
von Ewald Patz

Endlich
von Carmen Siebke

es ist jetzt
von Michael Grömping

Februar
von Lisa Nicolis

Frühling
von Jürgen Wagner

Frühling, oh Frühling
von Kerstin Mayer

Frühling ruft
von Elke Bräunling

Frühlingsanfang
von Elke Bräunling

Frühlingsbach
von Meteor

Frühlingserwachen
von Klaus Enser-Schlag

Frühlingsgefühle
von Kerstin Mayer

Frühlingsgefühle
von Meteor

Frühlingshauch
von Josef Festing

Frühlingskonzert
von Birgit Klingebeil

Frühlingskuss
von Klaus Enser-Schlag

Frühlingslächeln
von Mara Krovecs

Frühlingsmorgen
von Lisa Nicolis

Frühlingsmorgen
von Ewald Patz

Frühlingsperle
von Yvonne Zoll

Frühlingswind
von Lisa Nicolis

Gelb
von Petra Friedel

Hexerei
von Petra Friedel

Im Frühling
von Sieghild Krieter

Im März (Haiku)
von Ingeborg Henrichs

Immer fällt Frühling
von Mara Krovecs

Innere Jahreszeit
von Chandrika Wolkenstein

Junger Frühling
von Sieghild Krieter

Knospenglück
von Birgit Klingebeil

Leiser Versuch
von Mara Krovecs

Löwenzahn (Haiku)
von Ingeborg Henrichs

Löwenzahn
von Jürgen Wagner

Löwenzahnwiese
von Elke Bräunling

Märzsonne
von Carmen Siebke

Mandelblüte
von Jürgen Wagner

Mir ist´s nach Mai
von Lisa Nicolis

Naturwunder
von Birgit Klingebeil

Ode an den Frühling
von Josef Festing

Schauspiel des Frühlings
von Josef Festing

Sehnsucht nach Licht
von Birgit Klingebeil

Bitte beachten: Das Copyright der Texte

liegt bei den jeweiligen Autoren!

Informationen zu den mitwirkenden Autoren und entsprechende

Verlinkungen sind in der Rubrik "Mitwirkende Autoren - Vorstellung" zu finden!


Elke Bräunling
Frühlingsanfang

Der Frühling steigt aus seinem Bette.
Etwas verkatert ist er noch,
weil er gern noch geschlafen hätte,
die Zeit plant anderes jedoch.

So taumelt matt er durch die Tage,
sein Gang ist holprig, schwer und lahm,
der Neuanfang ist eine Plage,
müd’ hängt er an des Winters Arm.

Er sieht, den Menschen geht’s nicht besser.
Sie kämpfen gegen Schatten an,
die Augen stumpf, die Wangen blässer,
kein Funke, der noch leuchten kann.

Doch hört er sacht ein leises Klingen,
ein Wispern tief in Baum und Strauch.
Es drängt ihn, munter mitzuschwingen
voll Lebenslust und frischem Hauch.

Er möchte lachen und genießen
die schönen Seiten seiner Zeit,
die Blüten, Blätter, die nun sprießen
in kunterbunter Munterkeit.

„Ich werd euch folgen guten Mutes!“
ruft aufgeweckt er ihnen zu.
„Ihr seht von mir fortan nur Gutes!
Vorbei ist’s mit der Winterruh.“

Ewald Patz
Der Frühling feiert Hochzeit

Ich fahre mit dem Fahrrad
langsam- die Sonne lacht.
An Wegen und in Gärten-
die schönste Blumenpracht.

Kirschbäume stehen in Blüte
so herrlich weiß und schön,
es ist die reinste Freude
die Bäume anzusehen.

Es schmücken sich die Wiesen
mit gelb- fast gold’ner Pracht,
das hat mit seinen Blüten
der Löwenzahn vollbracht.

Soweit die Blicke reichen-
ein gelbes Blumenmeer,
einfach vorbei zu fahren,
fällt mir unendlich schwer.

Ich bleibe stehen und schau mir
das goldne Wunder an-
so viele gelbe Blumen
die kein Mensch zählen kann.

Und hoch am blauen Himmel
leuchtet der goldne Ball.
Der Frühling feiert Hochzeit-
es blüht jetzt überall.

Klaus Enser-Schlag
Frühlingserwachen

Der Morgen küsst die Blumen wach,
sanft weht der milde Wind im Feld.
Die Raben auf dem Scheunendach
haben die Spatzen jäh verprellt.

Die Sonne wärmt die Seelen auf,
wie lang war doch die Winterzeit!
Die Zeiten nehmen ihren Lauf,
die Welt erstrahlt im Frühlingskleid.

Verschmitzt lugt ein Reh aus dem Wald,
die Bäche sind vom Eis befreit.
Ein lust´ges Amsellied erschallt,
wie schön ist diese Jahreszeit!

Klaus Enser-Schlag
Ein Frühlingsabend

Der Tag will nun zur Ruhe gehen
und gibt dem Abend seine Hand.
Still stehen Wälder, schimmern Seen,
das Abendrot strahlt übers Land.

Die kleine Amsel singt uns leise
zur Dämmerung ein Abendlied,
eine betörend schöne Weise,
die engelsgleich vorüberzieht.

Ich nehme zaghaft deine Hände
verstummt vom Glück der Zweisamkeit
und wünsch´ mir, dass es niemals ende,
bis hin in alle Ewigkeit...

Sieghild Krieter
Junger Frühling

Die Witterung, sie war recht mild,
als Licht verfärbte die Natur.
Ein Sonnenstrahl sich still bemüht‘
zu öffnen Blüten in Purpur

und schon verschwand das Einheitsgrau,
der Aufbruch färbt das Seelenkleid,
ein Schneebedeckt weicht Himmelblau
in dieser jungen Frühlingszeit.

Melancholie vergangner Tage
verkroch sich längst im grünen Moos
und all die schneebeladne Plage
verweilt erlöst in Baches Schoß.

Sieghild Krieter
Im Frühling

Die Natur schwimmt
im lautlosen Licht.
Aus tiefdunklen Krumen
schaut mutig hervor
ein Meer voller Blumen -
wie die Jahre zuvor.

Voll Dankbarkeit ist nun
das stille Gebet,
für all diese Pracht
die der Herr hat gesät.

Lisa Nicolis
Frühlingswind

Um des Abends hin ein wenig Lied zu sein,
greift der Wind sich dunkles Blätterrauschen,
singt sich frühlingslau ins tiefe Schilf hinein,
Mondscheinplätschern in dem See zu lauschen.

Schwingt sich auf den Silberstrahl des Abends sacht,
während träumend hinter alten Mauern
noch ein Kirschbaum still und duftgeladen wacht,
ihn berauscht mit seinen Blütenschauern.

Als er bald sich satt mit tausend Düften trinkt,
nur noch müd auf leisen Silbersohlen,
hin zur Sternenwelt sein Abschiedssäuseln winkt,
lässt er sich vom Abend heimwärts holen.
 

Petra Friedel 2015
Am Fenster

Ich träume mich zum Storchenmast,
um den der Wind schon ohne Rast
so sehnend seine Bahnen zieht;
erfreu' mich an der Amsel-Lied,
das mich seit Tagen ahnen lässt:
was drängend naht, wird nicht nur Fest
für Krokus, Tulpe, Märzenbecher:
denn über allem liegt der Fächer
von silbrig-hellem, klarem Duft!
Es zieht mich aus des Winters Gruft
hinaus ins klare, lichte Weit:
nun nimm dir bloß nicht soviel Zeit
und bring mir all die Träume wieder -
längst klingen deine hellen Lieder
aus jedem Baum, in jedem Strauch
und fühlen kann ich dich ja auch -
wirf all das Sonnige auf mich:
jetzt spurte, spute, eile dich!

Petra Friedel 2013
Gelb

Noch deckt der Schnee, mit sto’scher Ruh,
mir all die linden Träume zu;
das Feld liegt starr in kaltem Weiß,
schläft heuer viel zu lang im Eis.

Die alte Bank am Schlossparktann
hat weiße Pluderhosen an
und sagt kein Wort. Sie ist so still,
weil auch der See nicht flüstern will.

Nur kleine, gelbe Winterlinge
sind hie und da schon guter Dinge
und strahlen unverfroren;

sie wispern: „Tief im Winterwald
erwacht etwas ... und bald, ja bald,
dringt’s dir in alle Poren!

Mara Krovecs
Immer fällt Frühling

Flügelsummen
prall mit Blau und Licht
Füsse rollen über Leicht
Lust - all das andächtige Küssen
von Chlorophylprinzessinnen
aus Lachen und Seide
meine Worte für dich - Frühling
versinken in diesem Ozean
schwimmen dem Himmel entgegen
und bleiben dem Wolkenhecht
denn seine Schuppen schimmern
Gläsernes - meine Worte tauchen so gerne
bis an den Grund seines Mundes
um seinen Sommermond zu setzen
in ein warmes Beet
weit weit entfernt der Kälte

grüß mir den Winter
den Traumreisenden
und sag ihm:
"ich liebe einen
anderen".

Mara Krovecs
Der Tag hat noch Schlaf auf den Wangen

Morgenspalt lugt
in die müde Nacht

katrrr
klopft ein Specht
und alle Bäume spucken
ein leises Echo aus feuchtem Holz
eine Flut von Sängern
schwirrt mit süßen Kehlen
über Blatt und frühes Blühen

Sonnennebel
frisch ausgeschüttet
hängt zwischen Zweigen
taucht schwarzes Moos in Gold

ich atme frühes Licht

und meine Schritte zeichnen
die ersten Spuren
in einen hoffnungsfrohen Tag

Yvonne Zoll
Die 10001. Frühlingsode

Wenn die Tage größer werden
Mäuse meine Matten wiegen
Und die Schatten Düfte tragen
Dann wird mein die Erden werden

Ersehnte lang die erste Freud
Bitterwald und Heiterfeld sind
Nun Helden meiner Welt geschwind
Bis in den Abend wächst mein Kleid

Und sieh nur sieh nun kommt es weit
Und breit ein endlich Schimmerweiß
Ersetzt durch schwüles grünes Heiß
Ach ehrlich herrlich Frühlingszeit!

 

Yvonne Zoll
Frühlingsperle

Verregnet regte heute
Entlang versäumter Nähte
An Rändern meiner Freude
Ein frühlings froher Bote

Verschlafen sein Gefieder
Gezwitschert fliegen Seelen
Erwacht aus Träumen früher
Erwähnt ich schon dein Fehlen

Vom Sehnen strandend wieder
Im perlenhaften Schatten
Genuss erinnernd schied er
Gemeinsam im Erwarten

Tränenleicht im Sonnenlicht
Geh ich für mich spazieren
Heut beschwert mich kein Gewicht
Genussvoll dies Verlieren

Helga Grote
Die grimmigen Tage sind vorbei

Das Wunder der Natur schickt den Winterblues mit den Wolken auf die Reise,
wir tauchen ein in ein Meer kitzelnder Sonnenstrahlen,
in den berauschenden Duft von Flieder und Jasmin,
Vögel trällern ihre Liebeslieder,
irgendwo fiepen schon die ersten jungen Vogelkinder,
selbst ein allererstes Froschkonzert ist zu vernehmen.

Dieser Klangrausch ist Balsam für die Seele.

Obstbäume und Sträucher warten nur darauf,
uns endlich ihr zartes Lindgrün zu schenken;
Wiesen erstrahlen bald in ihrem bunten Farbenkleid,
locken Insekten zur Bestäubung an;

Winter beehrt uns noch mit Schnee- und Hagelschauern,
doch wir spüren, dass die Zeit der Erneuerung naht,
die grimmigen Tage werden von der Magie der schönsten Zeit des Jahres abgelöst.

Chandrika Wolkenstein
Das offene Fenster

Heute
steht das Fenster offen,
obwohl niemand gesagt hat,
dass der Winter vorbei ist.

Ein Streifen Licht
liegt auf dem Boden
wie eine Einladung,
die nicht drängt.

Ich sammle ein,
was von mir übrig ist,
nicht als Beweis,
sondern als Neubeginn.

Draußen
übt ein Baum
das Grünwerden.

Und ich
übe
mich im Werden.

Birgit Klingebeil
Knospenglück

Die Sonne schenkt ihr pures Gold,
dem jungen Frühling sanft und hold.
Sie streichelt zart das junge Grün,
indes im Licht die Knospen glühn.

Der Wald empfängt mit Tannenduft,
ein Lied der Drossel füllt die Luft.
Kein Eilen mehr, nur leichter Schritt,
man nimmt den Frieden leise mit.

Wenn dann der Tag zur Ruhe neigt,
und sich das Abendrot verzweigt,
führt uns der Weg ans Ufer hin,
wo Träume sanft im Wasser ziehn.

Ein Glitzern noch auf dunkler Flut,
das Herz in stiller Sehnsucht ruht.
Der Fluss erzählt, der Wind verweht,
wie schön ein Tag zu Ende geht.

Meteor
Frühlingsbach

Wie kleine Niagarafälle
plätschert
klares Nass
über
große Kieselsteine,
schäumt auf zum Spaß
ein feiner Gischt,
bevor es wieder weiter fließt.

 

Meteor
Frühlingsgefühle

Schmetterlinge
gehören nicht in den Bauch!
So schöne Dinge
verzaubern die Freiheit.
Frisch verliebt
flattern sie um einen Strauch.
Sehnsüchtig
beflügelte Leichtigkeit.

 

Jürgen Wagner
An hellen Tagen

An hellen Tagen hört man es sagen
Störche und Stare, sie sind zurück
Singen am Morgen, frei von den Sorgen
nach langer Reise, welch ein Glück!
Bienen die summen, Hummeln, die brummen
Blätter die treiben, Lämmer, die weiden
Blüten mit Augen dir zugekehrt
Kitze, die springen, Kinder, die singen
Hasen sich paaren, Spatzen in Scharen
sitzen in Hecken mit ihrem Konzert

An Frühlingstagen endet das Klagen,
Winters Treiben ist nun verbannt
Blumen erblühen, Herzen, die glühen,
Morgenröte, sie küsst das Land,
weckt uns’re Sinne, dass man beginne,
Neues zu weben, im Glück zu schweben
Möge das Werdende prächtig gedeih‘n
Tage die steigen, laden zum Reigen
in allen Wäldern, Wiesen und Feldern
Möge die Erde gesegnet heut‘ sein.

An Ostertagen mag man es wagen
aus den Fesseln sich zu befrei‘n
Sonn‘, die aufgehet, Christ, der erstehet,
Licht des Lebens, auch mir erschein!
Dass ich mich löse, finde die Grösse,
mich zu entfalten, heut mag es walten,
Dir zu begegnen und Dich anzuseh‘n
Etwas vertrauen, auf was zu bauen
Liebe zu wagen in diesen Tagen
Schritte nach vorne auch mutig zu geh‘n.

*Zu singen nach Giovanni Giacomo Gastoldi 1591 "An hellen Tagen"

Jürgen Wagner
Frühling

Es blüht aus allen Ecken,
in Zäunen, unter Hecken,
in Wiesen, Flur und Feldern,
in Städten und in Wäldern.

Ob Mächtige befehlen,
Tyrannen lügen, stehlen -
drückt manches mich auch nieder:
der Frühling, der kehrt wieder!

Das Leben ist erstanden,
aus Stillstand, Kälte, Banden
Lasst uns ein Lied anstimmen,
und lasst es froh erklingen.

Wir wollen selbst uns regen,
woll'n neue Triebe hegen,
für heut' das Schwere lassen,
mit Fürstin Frühling prassen.

Jürgen Wagner
Löwenzahn

Der Löwenzahn, der Löwenzahn,
Er beisst sich durch, er bricht sich Bahn
So leuchtend gelb, so furchtlos grün
So kann man wachsen, kann man blüh'n
Und einmal dann auch fliegen geh'n.

Kerstin Mayer
Frühling, oh Frühling

Oh, schaut wie die Natur erwacht,
der Frühling zeigt uns seine Pracht.
Die Sonne wärmt, der Vogel singt,
oh hört, wie zauberhaft das klingt.

Vergessen sind jetzt Eis und Schnee,
der Winter tut uns nicht mehr weh.
Die Knospen sprießen schon ganz sacht,
es kam der Frühling über Nacht.

Ich schau mich um in Wald in Feld,
um mich herum erblüht die Welt.
Der Garten zeigt sein Farbenspiel,
es blüht so üppig, prall und viel.

Der Himmel wird nun wieder blau,
vorbei das triste Einheitsgrau.
Das Land wirkt wieder schön und bunt,
da wird die Seele schnell gesund.

Ganz deutlich fühl ich so tief drin,
wie ich heut neu geboren bin.
Ich atme einmal ganz tief ein,
ach könnt es immer Frühling sein.

Kerstin Mayer
Frühlingsgefühle

Der Frühling kehrt ins Land zurück,
am Morgen schon die Sonne lacht.
Der Winterschlaf ist nun vorbei,
ich spür wie die Natur erwacht.

Vergangen sind nun Eis und Schnee,
das Land erscheint in neuem Grün.
Die Welt ist wieder bunt und schön,
ich seh die ersten Blumen blühn.

Es sprießen Knospen überall,
sogar die Bäume blühen schon.
Ein Vogel singt ein frohes Lied,
ich hör den allerschönsten Ton.

Ich fühl, wie mich der Wind berührt,
ich riech den süßen Frühlingsduft.
In dieser ganz besonderen Zeit
liegt irgendetwas in der Luft.

Nun spür ich Leben auch in mir,
will wieder raus in die Natur.
Ich fühle mich so leicht und frei,
so geht es mir im Frühling nur.


Löwenzahnblüte
Foto: Elisabeth / pixabay.com

Löwenzahnsonne

ein Gruß aus dem wilden Grün

hoch zum Himmelblau

©Ingeborg Henrichs


Josef Festing
Schauspiel des Frühlings

Winterlich wirkt noch die Welt,
sie wartet dass der Vorhang fällt,
um ein Schauspiel aufzuführen,
das die Herzen kann berühren.
Erscheint die Sonne auf der Bühn',
wird die Kulisse plötzlich grün.
Das Orchester setzt nun ein,
wie warmer Wind in Feld und Hain.
Vögel sind die Hauptakteure,
stimmgewaltig wie Tenöre.
Wie von einer Zaubermacht,
erstrahlt der Saal in Farbenpracht.
Unzähl'ge Blüten sich entfalten,
die bunt das Bühnenbild gestalten,
ein Duft wie aus Elysium,
verzaubert nun das Publikum.
Frühling, dies' Theaterstück,
erfüllt des Menschen Herz mit Glück.

Josef Festing
Frühlingshauch

Eiszapfen weinen kalte Tränen
als würden sie nach Frost sich sehnen.
Die Erde ist noch tief gefroren,
bald wird sie wieder neu geboren.
Die Kraft des Winters langsam schwindet,
auch wenn er sich verzweifelt windet.

Auf den Dächern schmilzt der Schnee,
die Meise ruft ihr „zizidee“.
Erfüllt von Sehnsucht nach dem Leben
die Pflanzen nach dem Lichte streben.
Schmelzwasser füllt den nahen Bach,
sein Plätschern macht Insekten wach.

Zartes Grün am Weidenbaum
erwacht aus einem tiefen Traum.
Ein Winterling von Schnee umhüllt
mit leiser Hoffnung mich erfüllt.
Ich hab’ den warmen Hauch gespürt,
der Frühling hat mein Herz berührt!

Lisa Nicolis
Mir ist´s nach Mai

Unter aprilkalten Borken
rauscht es mir laubgrün
in den Bäumen.

Apriltage zählt
der Kalender
und ich träume den Mai
ins Geäst.

Das Zimmer
lüfte ich heute
in duftiges Himmelblau.

Auch meine Zellen
sprießen von grau
zu bunt.

Und kein Wetterfrosch
quakt mir
meinen Frühling
heut trübe.
 

Lisa Nicolis
Das späte Gedicht zum Frühling

Bald wird die Sonne wieder
der Veilchen Bläue weiden
und Hoffnung steht in voller Blüte da.
Ein jeder Tag dem nächsten
wird bunte Düfte neiden,
der Nächste rückt dem Frühling
doch wundersam so nah.

Der Lenz mit weichen Pinseln
wird Lebensfarben malen
in jedes wintermüde und fahle Angesicht
und alle Lebensräume
mit Himmelslicht bestrahlen,
das aus den Götterfernen
mit Wärme zu uns bricht.

Noch liegt des Winters Schatten
wie’n Lid, auf Augentiefe,
drin ruht ein See voll Liebe
und ruht in voller Glut.
Mir ist, als wenn Dornröschen
in unsren Seelen schliefe,
Prinz Frühling schenkt ihr bald schon
aufs Neu den Lebensmut.

Mara Krovecs
Leiser Versuch

Nebellichter der Winteraustreiberinnen
blenden das Reich hinter dem See
in dem es gurgelt und flüstert
schwebt und haucht
Wasserwiesen wachsen ins Haus.

In grünen Schuhen
läuft es sich weicher in
den Frühling
aus Lüften fallen Knospen
auf Bäume im weißen Dunst.

Wenn alles wieder klar wäre
aber die Seen schweigen
die Schwaden schlafen
das Flüstern erstirbt
und der Frühling versteckt
sich vor dem herrischen Frost.

Ewald Patz
April

Der April ist launisch,
das muss man eingestehen -
mal braucht man Schal und Jacke,
mal kann man barfuß gehen.

Mal gibt es volle Sonne-
als wären wir im Mai,
dann kommen dunkle Wolken-
mit Sonne ist´s vorbei.

Selbst Schnee- und Hagelschauer
hat er auch im Gepäck,
doch nur von kurzer Dauer-
die sind schnell wieder weg.

Es ist der Frühlingsmonat,
der einfach alles bringt,
jedoch den Winter endlich
in seine Schranken zwingt.

Michael Grömping
es ist jetzt

in sanftem wehen bricht herein
mit einer flut von sonnenstrahlen
die warme lichte frühlingszeit

schneeglöckchen klitzeklein
und kirschbäume erstrahlen
im schönsten weißen blütenkleid

krokusse springen auf hinein
- dazu die tulpen ohne zahlen -
ins farbenmeer bunt aufgereiht

frisches grün erfüllt den hain
kein künstler könnt´ so malen
es ist das schönste jetzt zu zweit

Jürgen Wagner
Am Weiher gibt es ein Konzert

Am Weiher gibt es ein Konzert
Die Unken flöten unbeschwert
ihr Ung, ung, ung ins Abendrot
Einst glaubte man, das brächte Not

Die Frösche fallen noch mit ein
Ihr Äcg, äcg, äcg klingt nicht so fein
Am Ufer blähen sich sich auf
und kriegen einen richt'gen Lauf

Djäg, tri, djäg mischt einer sich noch ein
Ein Teichrohrsänger wird das sein
Wohl uns, wenn wir noch solches hör'n
und nicht nur Flug- und Straßenlärm

Elke Bräunling
Frühling ruft

„Wach auf!“, ruft es vom Boden her.
„Das große Fest beginnt schon bald!
Hörst du das leise Flüstern hier
und ringsumher in Feld und Wald?“

Ich lausche, staune, blicke auf.
Der Winter hält hier noch Regie,
doch hör ich in des Baches Lauf
ein Klingen voller Harmonie.

Ein Knacken hier, ein Rascheln da,
als tanzten Elfen auf zum Fest,
ein Vogelchor singt, hell und klar,
der müde Seelen jubeln lässt.

Ich halte still und atme ein
die Luft, das Licht, den süßen Duft.
Und leise kichert es vom Hain:
„Hörst du es endlich? Frühling ruft!“

Ewald Patz
Frühlingsmorgen

Das Gras ist feucht vom Regen,
jedoch die Sonne lacht;
der Morgen ist erfrischend
und voller Blumenpracht.

Wie Silberperlen glitzern
die Tropfen hell im Licht,
der Glanz sticht in die Augen
und nimmt mir fast die Sicht.

Der Tag ist voll Verheißung
auf Frühling und auf Duft,
es lohnt sich , tief zu atmen
die reine Morgenluft.

Frühling ist immer wieder
in jedem , neuen Jahr,
an manchen Tagen einfach
viel mehr als wunderbar.

Chandrika Wolkenstein
Innere Jahreszeit

Der Winter arbeitete gründlich.
Er schnitt die Tage kahl,
legte frei,
was bloß Gewohnheit war.

Die Kälte nahm allem die Milde,
verdunkelte den Blick,
ließ nur gelten,
was standhielt.

Doch selbst unter Schnee
vergaß etwas in mir
nicht,
wie Frühling geht.

Josef Festing
Ode an den Frühling

Ich kann den Frühling kaum abwarten,
wie sehn’ ich mich nach meinem Garten.
Ich mag den frischen Erdgeruch,
wenn sich entfernt das Wintertuch.
Es schlummert Kraft in jeder Krume,
ich rieche schon die erste Blume.
Ein Glücksgefühl mich tief ergreift,
wenn alles blüht und nachher reift.
Dieses Wunder zu erleben,
darin liegt mein ganzes Streben.
Und jedes Jahr ich mich auf’ s Neu
unbändig auf den Frühling freu'.

Birgit Klingebeil
Frühlingskonzert

Wo nun das triste Grau zerrinnt,
ein neues Lied im Baum beginnt.
Erst zaghaft noch – fein und rar,
dann singt die ganze Vogelschar.

Mit Zwitschern, Pfeifen, Tirilieren
sie uns den Morgen nun verzieren.
Vom ersten Licht bis in die Nacht
ist das Konzert jetzt voll erwacht.

Ob Amsel, Fink, ob Meisenschar,
sie machen Frühlingsträume wahr.
Ihr Singen hallt den ganzen Tag,
g'rad so wie man's im Lenze mag.

Birgit Klingebeil
Sehnsucht nach Licht

Drückend sind die grauen Stunden,
der Tag nur farblos, kalt und leer.
Ich sehne mich nach Sonnenrunden,
brauche das goldene Licht so sehr.

Wieder soll der Wind mich streifen,
lind und weich die Haut berühren.
Ich will nach Sonnenstrahlen greifen,
den Frühling mit dem Herzen spüren.

So wart' ich auf den hellen Schein,
der alle Schatten von mir nimmt.
Um ganz im Licht zu Hause zu sein,
wenn das Leben wieder neu beginnt.


Weißer Krokus
Foto: shapkasushami / pixabay.com

Ein Garten im März

Noch scheu der Vögel Gesang

Keck sprießt junges Grün

©Ingeborg Henrichs


Birgit Klingebeil
Blühende Pracht

Die Pfingstrosen in unserem Garten;
leuchtend stehen sie in voller Pracht,
sie ließen sehr lang auf sich warten,
nun sind sie endlich doch erwacht.

Glanzvolle Flammen in dem satten Grün;
sie begrüßen uns, wohin man blickt,
zauberhaft mit einem strahlenden Glüh'n;
ein Anblick, der uns Menschen beglückt.

Sie laden jeden zum Verweilen ein,
wenn sanft sie sich im Winde wiegen.
Ihr lieblicher Duft umfängt hauchfein,
schenkt dem Herzen inneren Frieden.

Helga Grote
Der bleibende Lenz

In jedem Jahr kehrt neu der Lenz
und schenkt uns lichten, milden Mai;
doch kaum verweilt sein zarter Glanz,
schon ist die Blütenpracht vorbei.

Auch Jugend ist ein süßer Traum,
der leuchtet hell und wunderbar,
doch eilig flieht die schöne Zeit,
und still verweht, was eben war.

Doch tief in deines Herzens Grund,
lebt fort ein sanftes leises Glühen,
ein Frühling, der unendlich bleibt,
und lässt die Seele ewig blühen.

Mara Krovecs
Frühlingslächeln

Man sieht die Hand vor Augen kaum
es weht der Wind und fliegt der Schnee
ein weißes Kleid für jeden Baum
Kristalle klirren auf dem See.

Sie ist´s, sie singt
die Königin von Schnee und Eis
tanzt in der Luft
ihr Lachen klingt
gespenstisch wild im Jahreskreis.

Der Frühling streut mit fester Hand
sein Grün auf´s weiße Erdenreich
küsst zärtlich Knospen in das Land
doch Frost verschlingt die Blüten gleich.

Sie kämpft, sie lacht
die Königin der Winterpracht
glüht frostig stolz
webt Flocken sacht
und wirbelt Winde durch die Nacht.

Auch wenn der Sieg gewiss ihr schien
des Winters liebster Zauberfee
die Winterlinge, seh ich blüh´n
der Frühling schlich schon um den See.

Ewald Patz
Ein Hauch von Frühling

Ein zarter Hauch von Frühling
jetzt durch die Gärten zieht,
die Primeln und Narzissen
man herrlich blühen sieht.

Und auch die Hyazinthen
entfalten ihre Pracht -
ein zarter Hauch von Frühling
kam zu uns über Nacht.

Lisa Nicolis
Februar

Noch liegen erdgeborgen Farben
im Dunkeln, ahnend Licht und Wonne.
Im Stillen heilen schon die Narben
und lechzen träumend nach der Sonne.

Der Winter zählt bald seine Tage,
er räumt schon auf Gehölz und Fluren.
Im Herz ich erste Blüten trage,
doch meine Seel' noch seine Spuren.

Auf meiner Bank in Ufernähen
mit Duft vom See und Bäumerinden
werd' bald den Frühling ich erspähen
und meine Sonne wieder finden.

Lisa Nicolis
Frühlingsmorgen

Die Welt erwacht aus dunkler Kluft
im leisen Hauch des jungen Lichts.
Ein duft'ger Hauch liegt in der Luft,
es strahlt des Frühlings Angesicht.

In sanfter, schlichter, sonn'ger  Pracht.
grünen die Wiesen wieder weit.
Die Frühlingszeit ist neu erwacht,
wie froh sie uns ihr Lächeln zeigt.

Die Bäume steh'n, bienenumschwirrt
in weißem, rosigem Gewand,
als hätten Wolken sich verirrt
in dem Geäst von Rand zu Rand.

Der Himmel spiegelt sich so blau
im See, so ruhig, fast wie Glas,
die Stille glänzt im Morgentau,
ein lauer Wind krault durch das Gras.

Ein Vogel  piepst sein Lied durchs Grün,
so leicht, als trüg es Hoffnung weit,
In all den Farben, die jetzt blüh'n,
verliert sich still die Ewigkeit.

Elke Bräunling
Löwenzahnwiese

Gelbe Sonnen. Blütenwonnen
ringsum auf den Wiesen.
Helles Strahlen. Frühling malen.
Was für ein Genießen!

Blüten. Viele Lichterspiele.
Sieh der Sonne Strahlen,
wie sie helle Funkenbälle
auf die Wiese malen!

Bist du traurig oder einsam,
gehe sie besuchen
in den Gärten, auf den Wiesen.
Dort kannst du sie suchen.

Sieh die Farben! Hör die Lieder,
die im Wind sie singen.
Blümchen trösten. Hör die Worte,
die im Winde klingen.

Schließ die Augen! Träum den Frühling
auch an dunklen Tagen.
Lausche, was die Blütensonnen
dir zum Troste sagen.

Klaus Enser-Schlag
Frühlingskuss

Der Frühling lockt mit warmer Sonne
und manchmal auch mit Eis und Schnee.
Er füllt auch gern die Regentonne,
die Flüsse und den Baggersee…

Dann küsst er mich mit Sonnenstrahlen,
wie lange hab´ ich das vermisst!
Er kann die schönsten Farben malen,
wenn er bei guter Laune ist.

Der Winterblues ist längst entschwunden,
die Seele wirkt so frisch und frei!
Nun kommen helle, frohe Stunden,
mit Blütenpracht und Osterei!

Es duftet herrlich in den Wäldern,
umwölbt vom blauen Himmelszelt.
Ein gold´ner Glanz ruht auf den Feldern
und ich umarm´ die ganze Welt!

Mara Krovecs
An einem kleinen Bache

ein Morgen trägt die Stille
in lichtbehauchtes Kahlgeäst
bis Amsels fröhlich Sangeswille
eröffnet zart das Frühlingsfest

und drunten in der Erde
erschallt die Freude aus dem Tag:
„erwach du Knospe, sing und werde
was deine Seele tanzen mag“

dein rosa schimmernd Glöckchen
wird wieder bald bescheiden stehn
mit all den and`ren Frühjahrsröckchen
wird deine Anmut jeder sehn

aus Wolken rauscht dir Liebe
mit einem Sonnenregensturz
und flüstert Grün in deine Triebe
blüh mir ins Herz, Bachnelkenwurz!

Jürgen Wagner
Mandelblüte

Welch rauschend Kleid trägt dieser Baum,
vertreibt die Wintergeister!
Mit süßem Duft und Blütentraum
wirkt hier ein Liebesmeister

Der Wind wiegt sachte das Geäst
Der Frühling, der kehrt wieder,
beginnt ein rosa Farbenfest -
Oh singt ihm eure Lieder!

Die Mandel ist noch nicht zu seh’n,
das Ziel in weiter Ferne
Doch heute woll’n wir feiern geh’n
und schau’n die Blütensterne

Petra Friedel 2013
Hexerei

Im Hellgrün schwelgt jetzt junges Leben.
Was gestern schlief wird zaghaft wach.
Du kamst, mir Gelb in Stein zu weben.
Und eine Amsel singt am Bach.

Aus Gelb und Stein fließt warm das Ocker,
dort draußen singt der Frühling schon
sein schönstes Lied. Ein Stubenhocker,
der müde war, er trifft den Ton

erneut in Dur, will Rotes kennen,
behutsam es aus Ocker brennen,
mit Maiengrün verflechten:

Du kamst, mir Gelb ins Grau zu weben,
nun singt und jubiliert das Leben.
Und träumt von lauen Nächten.

Carmen Siebke
Endlich

Adonisröschen winken gelb zur Sonne,
wie wenn sie rufen; „Komm, wir helfen Dir“!
Sie trägt ihr schönstes Kleid, so scheint es mir
und strahlt die Schäfchenwolken an vor Wonne.

Der Weidemann auf unserm Rasenplätzchen
zeigt prächtig schon sein wunderschönes Grün.
Stolz lässt den Wind er durch die Äste zieh`n
und tanzend locken seine zarten Kätzchen!

Gar bunte Käfer, Bienen und auch Fliegen
tragen des Baumes Sporen mit sich fort.
Ein warmer Föhn bläst sie zu jenem Ort,
Frau Weide`s Arme dort sich freudig wiegen.

An meiner Eiche sprießen neue Triebe,
sie wachsen kraftvoll Richtung Sonnenschein,
als wollten Die nicht Bummelletzter sein,
als schämte sie sich, wenn zurück sie bliebe!

Die Wiese scheint sich gänzlich neu zu liften,
schon sind die ersten Boten fast verwelkt.
Des Nachbars Wuff, der räkelt sich und schwelgt
in all` den neu erwachten Frühlingsdüften!

Die Gärten vor dem Haus gefärbt mit Blüten
von bunten Primeln, Veilchen himmelblau.
Endlich verbannt, das triste Wintergrau,
genug von Mützen, Schals und Winterhüten!

Carmen Siebke
Märzsonne

Ein Wind weht frühlingslau von Lenz herüber,
tanzt mit vergess`nem Laub vom letzen Jahr.
Es trällert fröhlich eine kleine Vogelschar,
mir scheint, die alte Eiche freut sich drüber!

Winkt mit den Zweigen, so als will sie sagen;
„Helft mir, die Winterrobe auszuzieh`n“!
Sie träumt von ihrem neuen Kleid in grün,
und all den leuchtend bunten Frühlingsfarben!

Familie Eichhörnchen tobt ganz verwegen,
spielt Haschen im Geäst und freut sich auch.
Die Sonne wärmt ihr Fell mit sanftem Hauch,
lädt ein, Familienbande neu zu pflegen.

Herr Specht klopft emsig und baut unterdessen
sein neues Heim in unserm alten Baum.
Die ganze Welt erwacht vom Wintertraum
und lässt die dunklen Geister uns vergessen!